Im Salzkammergut – da kann man gut . . .

. . . glücklich sein, wenn man seit über 30 Jahren in einer Region am Nordrand der Alpen zu Hause ist, die sich dem Betrachter in einer Schönheit darbietet, welche ihresgleichen sucht. Das Salzkammergut mit seiner Vielzahl von großen und kleinen Seen, meist eingebettet in Bergpanoramen, offene Täler oder steile Felsabbrüche, umgeben von Mischwäldern oder immergrünen Wiesen (dank des vielen Regens), durchzogen vom Traunfluss und seinen unzähligen Nebenarmen, lädt dazu ein und bietet Gewähr dafür, die Natur auf ganz besondere Weise zu erleben.

Foto: Alexandra Zadravec

Foto: Alexandra Zadravec

Seit jeher hat diese Region die Menschen in ihren Bann gezogen, Meister der Dichtkunst, der Tonkunst und der Malerei haben die Natur, wie sie sich im Salzkammergut mit ihrem eigentümlichen, oft widersprüchlichen Charme darstellt, in ihrem Werk für immer festgehalten.

Uns hat es ebenso erwischt. Auch wenn die Tourismuszentren der Region zeitweise an den Rand ihrer Identität gedrängt werden, längst sind wir der Anziehungskraft, welche die Landschaft rund um den Traunsee, über Ebensee – die Kaiserstadt Bad Ischl – Hallstatt – das Dachsteinmassiv und den Hallstättersee – bis ins Steirische Salzkammergut mit dem Ausseerland und dem Hinterberger Tal rund um Bad Mitterndorf ausstrahlt, hoffnungslos erlegen.

Seit bald 40 Jahren gehen wir unseren Lebensweg gemeinsam. Ob in frühen Jahren als Schilehrer unterwegs mit einem Schippel Kinder im Schlepptau oder auf Felskanten am verbindenden Seil kletternd, ob später am Traunsee im Niederwind auf der hohen Kante unseres alten Starbootes reitend oder mit dem Mountainbike über eine der vielen Forststraßen rumpelnd – der Wunsch, draußen in der Natur zu sein und Abenteuer, Erholung und Freude zu finden, war für uns schon immer ein verbindender.

 

seit einigen Jahren auf einem neuen Weg . . .

 

Nun, da körperliche Einschränkung der sportlichen Aktivität Grenzen setzt, haben wir in der Fotografie neue Motivation gefunden, uns diesen Wunsch weiterhin zu erfüllen.

Wir nützen jede freie Stunde, die der Beruf zulässt, um bei Wind und Wetter mit Rucksack am Buckel und Stativ in der Hand auszurücken. Natürlich sind wir darum bemüht, schöne „klassische“ Bilder aus dem Salzkammergut oder einer anderen Region mit der Kamera einzufangen. Aber unser Augenmerk gilt heute auch, und zunehmend mehr den stillen, unbemerkten Winkeln und kaum beachteten Details abseits der von Fotojägern ausgetretenen Pfade.

Wo auch immer wir unterwegs sind – wir suchen die Schönheit, die sich erst auf den zweiten Blick offenbart und die derjenige überhaupt nicht wahrnimmt, der an ihr vorübereilt. Je tiefer wir in diese verborgene Welt eintauchen, umso größer wird das Verlangen, noch mehr von ihr zu entdecken. Kieselsteine im Bach, ein paar verschneite Zweige, Blätter und Moos, das Farbenspiel eines Schiefersteins, oder Spuren im Sand laden dazu ein, mit einem Bild ein Fenster zu öffnen und den Blick auf die Natur freizugeben in einer Weise, wie wir sie selten wahrnehmen.

In der Landschaftsfotografie suchen und finden wir Erholung und Freude. Nur zu zweit und hautnah dran zu sein bedeutet auch logistische Herausforderung, Improvisation und Abenteuer – wie im Südwesten der USA oder in Alaska, mit dem Zelt unterwegs.
Dabei fühlen wir uns aber immer verpflichtet, mit unseren Bildern nicht nur die Schönheit, sondern auch die Verletzbarkeit der Natur zu zeigen und dass es unser aller Bestreben sein muss, sie für die Zukunft zu erhalten.

Am Denali Highway zwischen Paxson und Cantwell
Alaskas Heidelandschaft am Höhepunkt der Herbstverfärbung

Denali (ehemals Mt. McKinley) 6190m, Alaska



an der White Rim Road im Canyonlands National Park, Utah


die Mesquite Dunes im Death Valley, California

A tribute to Ansel Adams
Mount Hayden – Sonnenaufgang am Point Imperial im Grand Canyon National Park, Arizona


Der Blick durch das Auge der Kamera hat nicht nur unseren Blick geschärft, sondern auch das Bewusstsein entwickelt für die Beziehung, die der Fotograf mit der Natur eingeht, getragen von Respekt, Demut vor der Schöpfung, und Verantwortung für ihr Wohlergehen.

Zweifelsohne hat unsere zunehmend intensive Beschäftigung mit Fotografie die Wahrnehmung der Welt um uns herum nachhaltig verändert.