Landschaft in der Fotografie – Intimate landscapes

Landschaft abseits jeglicher Postkartenidylle – stille Winkel, kaum beachtete Details

Eine Ausstellung in der Galerie der Fotografischen Gesellschaft Oberösterreich im Kulturzentrum Linz vom 26. 09. bis 24. 10. 2019

Die leidenschaftliche Auseinandersetzung mit intimen Landschaftsmotiven.

Keine konventionelle Landschaft im weiten Winkel, mit vertrauten Inhalten, im gängigen Format, in üblicher Perspektive.

Nein, die Bilder dieser Ausstellung – überraschend groß und in ungewohnter Rahmung zu sehen – wollen uns fokussiert jene Schönheit der Natur vor Augen führen, die wir oft erst auf den zweiten Blick entdecken.
An der wir vielleicht vorübereilen, ohne sie überhaupt wahrzunehmen.

In den großzügigen Räumlichkeiten der OÖ Fotogalerie werden insgesamt dreißig großformatige Bilder präsentiert. Alle mit Vollholzrahmen aus Nuss oder Eiche/Erle/Tanne weiß lasiert, teilweise mit Passepartout und hinter Glas, teilweise schwebend mit handgerissener Kante auf Alu Dibond kaschiert oder im Kastenrahmen hinter Glas. Alle Bilder sind Farbpigmentdrucke auf Baumwoll-Büttenpapier, in Museumsqualität mit PAT-zertifizierten Materialien von Wolfgang selbst gefertigt.

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Zur Vernissage dürfen wir zahlreiche Gäste begrüßen. Einhellig wird von ihnen der Freude Ausdruck verliehen, Fotografie von Landschaft „einmal ganz anders“ wahrzunehmen. Mein Mann bekommt viel Lob für seinen Mut, das große Ganze wegzulassen und stattdessen seine Kamera auf Unentdecktes, Unbeachtetes, gar Unwichtiges zu richten. Ohne Anspruch auf inhaltsschwere Botschaften oder eine besondere Fragestellung seiner fotografischen Arbeit, doch mit umso größerem Anspruch auf Harmonie im Bild und fühlbare Ästhetik in Form und Farbe.

Viel Wertschätzung zur Eröffnung . . .

In ihrer Laudatio findet Frau Mag. Dr. Elisabeth Manhal, Abgeordnete zum OÖ Landtag, und als Kultursprecherin natürlich auch der Kunst der Fotografie verbunden, höchst anerkennende Worte für die Arbeit meines Mannes.

Sie wäre überrascht gewesen, in seinen Bildern Landschaft aus diesem ungewöhnlichen Blickwinkel betrachtet vorzufinden. Ausführlich schilderte sie sein umfassendes Bemühen, uns die bescheidene, stille Schönheit der Natur vor Augen zu führen und dadurch Bewusstsein für, und Freude an der Schöpfung zu vermitteln.  Mit großer Liebenswürdigkeit fand sie abschließend sehr persönliche Worte. Sie sei sehr dankbar, das Genre der Landschaft in der Fotografie für sich neu entdeckt zu haben.

Der Hausherr der Galerie und Leiter der Fotografischen Gesellschaft OÖ, Horst Küblböck-Lausegger, schloss sich ihren lobenden Worten an, und gab in seiner Würdigung zunächst einen kurzen Einblick in Wolfgangs aufwendige Arbeit mit seiner technisch höchst anspruchsvollen Fachkamera, um dann den langen Weg einer Bilddatei vom Sensor der Kamera bis zum gerahmten Bild an der Wand zu beschreiben. Abschließend meinte er mit einem Schmunzeln auf den Lippen:

„Da gehört schon was dazu, bei jedem Wetter draußen in der freien Natur mit so einer komplizierten Technik zu fotografieren, schließlich kann man da das Licht nicht nach Belieben an- oder ausknipsen. Dass Wolfgang dann auch noch seine Aufnahmen mit eigener Hand zu wunderbaren Bildern fertigt, wie wir sie heute hier ausgestellt sehen können, verdient schon höchste Anerkennung und Respekt.“

Wie macht der das bloß?

Fotografen unter sich. Freude an der Fachsimpelei. Landschaft – ja – aber wie? Der Austausch von Erfahrung und Ideen ist ungemein bereichernd und setzt Zukünftiges in Bewegung . . . es wurde ein langer Abend . . .